Vielleicht kaufen wir gar keine Produkte
Aktualisiert: 13. Sept.
Ich habe in meinem Leben schon ziemlich viel gekauft, weil ein anderer Mensch davon begeistert war. Und damit meine ich nicht Influencerwerbung. Eher dieses ganz normale: Eine Freundin erzählt beim Kaffee von irgendeinem völlig unspektakulären Ding und zwei Tage später stehst du im Geschäft und suchst genau danach.
Nicht, weil sie dir fünf Vorteile aufgezählt hat. Wahrscheinlich konnte sie dir nicht einmal erklären, warum das Ding objektiv besser ist als ein anderes. Aber sie hat so davon erzählt, dass du plötzlich dachtest: Das könnte ich auch brauchen.
Und ich glaube, wir unterschätzen völlig, was da gerade passiert ist.
Denn eigentlich hat sie dir nichts verkauft. Du hast ihr geglaubt.
Seit ich selbst bei dōTERRA bin, beobachte ich das noch viel mehr. Wir haben unglaublich viele Informationen zur Verfügung. Wir wissen, welches Öl wofür verwendet wird, welche Inhaltsstoffe wo drin sind, was diesen Monat günstiger ist und was man bekommt, wenn man soundsoviel PV bestellt. Wir könnten wahrscheinlich jeden Tag irgendeinen guten Grund finden, warum jemand irgendetwas kaufen sollte.
Und trotzdem sind es erstaunlich selten diese Informationen, die bei mir hängen bleiben.
Wenn mir jemand sagt: „Calmer ist gerade im Angebot“, habe ich diese Information fünf Minuten später wahrscheinlich wieder vergessen.
Wenn mir aber eine Mama erzählt, dass ihr Kind seit Tagen vor dem Schulbeginn völlig neben sich steht, sie abends Calmer verwendet hat und dieser eine Abend plötzlich ein bisschen leichter war, dann bin ich da.
Weil ich das kenne.
Nicht Calmer. Den Abend.
Und plötzlich geht es gar nicht mehr um ein Öl.
Es geht um diese Mama und um ihr Kind. Um das Gefühl, abends neben einem kleinen Menschen zu sitzen, der eigentlich schlafen sollte und dessen Kopf trotzdem noch irgendwo drei Stunden weiterläuft.
Das ist für mich Personal Brand.
Nicht immer das perfekte Portrait (gehört dazu ja, weil du ein professionelles Business hast, aber nicht nur). Nicht fünf festgelegte Markenfarben und schon gar nicht die Frage, welche Schriftart gerade nach dir aussieht.
Sondern dass ich irgendwann weiß, wer du bist, für was du stehst und wie du hilfst durch das wie du bist.
Ich weiß, wie du die Öle verwendest. Ich kenne ein bisschen von deinem Alltag. Ich weiß, was du wichtig findest, worüber du lachen kannst und vielleicht auch, was dich manchmal richtig nervt. Ich habe dich oft genug erlebt, dass ich nicht jedes Mal neu überlegen muss, ob ich dir glaube.
Und ich glaube, genau das vergessen wir manchmal, wenn wir unser Business „machen“.
Dann wird gepostet, weil wieder etwas gepostet werden sollte. Die Monatsaktion muss raus- möglichst am 1. noch vor allen anderen und wir denken, das ist Business. Das neue Produkt muss gezeigt werden. Noch schnell ein Bild dazu, dass 777 andere Beraterinnen benutzen und fertig.
Nur: Du bist eine Personal Brand.
Nicht dōTERRA. Nicht dein Feed. Und übrigens auch nicht Aurea Stock.
Du.
Und damit kommen wir zu etwas, das mir ziemlich wichtig ist, bevor du jetzt begeistert in diese Galerie hüpfst und dir 47 Bilder herunterlädst. :)
Aurea Stock soll dich niemals ersetzen.
Ich würde sogar sagen: Wenn man auf deinem Account irgendwann nur noch meine Bilder sieht und von dir selbst kaum noch etwas, dann haben wir beide etwas falsch gemacht.
Ich persönlich würde ungefähr 70 bis 80 Prozent deiner Sichtbarkeit rund um deine Personal Brand aufbauen. Und mit „dich zeigen“ meine ich ausdrücklich nicht, dass ich jetzt jeden Morgen dein Gesicht mit Kaffeetasse in der Story sehen möchte.
Ich meine dich.
Deine Geschichte, deine Erfahrung und deine Art, Dinge zu sehen. Deinen Alltag mit den Produkten. Das, was bei euch funktioniert. Und ruhig auch einmal das, was nicht funktioniert.
Und für die anderen 20 bis 30 Prozent gibt es Aurea.
Für den Moment, in dem du eine Geschichte erzählen möchtest und das passende Bild dazu brauchst. Für eine Stimmung, für ein Detail. Für ein Produkt, das nicht einfach lieblos, irgendwo herumliegt und keinen Menschen berührt. Oder für deine What`s App an eine Kundin, mit dem Pinguin Diffuser, wo du weisst, das wäre was für sie und du zeigst Achtsamkeit ihr nicht irgend ein Bild zu schicken.
Für all das, was deine eigene Geschichte visuell weiterträgt, ohne dass du dafür jeden Dienstag um 14 Uhr selbst ein Fotoshooting veranstalten musst oder Bilder verwendest, die Null mit europäischen Lifestyle zu tun haben und sich kein Menschenskind darin wiederfindet.
Ich habe dafür irgendwann den Vergleich mit einem Film gefunden und mag ihn bis heute:
Du bist die Hauptdarstellerin. Aurea Stock ist die Kulisse.
Eine wahnsinnig schöne Kulisse macht aus einem schlechten Film noch keinen guten.
Aber stell dir deinen Lieblingsfilm einmal ohne sie vor.
Ohne das Licht, ohne die Räume und Farben. Ohne all die kleinen Dinge im Hintergrund, die du vielleicht gar nicht bewusst wahrnimmst und die trotzdem dafür sorgen, dass sich eine Szene nach etwas anfühlt. Berührt. Stell dir deinen Lieblingsfilm ohne Filmmusik vor.
Vielleicht ist genau das der Punkt.
Wir glauben oft, Menschen kaufen aufgrund der Information, die wir ihnen geben.
Dabei kaufen sie viel öfter aufgrund dessen, was diese Information in ihnen auslöst.
Und deshalb findest du in Aurea nicht einfach nur Produktfotos.
Du findest kleine Stücke Leben.
Weil dein Öl vielleicht das Produkt ist.
Aber das Leben drumherum ist der Grund, warum ich mich dafür interessiere.
Und genau darüber reden wir aber ein anderes Mal: warum unser Gehirn bei manchen Bildern hängen bleibt – und andere nicht einmal bis zu unserem Bewusstsein schaffen.
Herzlich, Manuela



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